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Insights / Explorer Hotels

Marke als Führungsinstrument

Das Erfolgsmodell
der Explorer Hotels

Ein herausragendes Beispiel für ganzheitliche Markenführung sind die Explorer Hotels, die das Profil ihrer Marke kontinuierlich weiterentwickeln und in der gesamten Organisation verankern.

Die Explorer Hotels sind eine Unternehmensgruppe mit Sitz in Oberstdorf im Allgäu und bestehen seit 2010. Derzeit gibt es elf Standorte im deutschsprachigen Alpenraum, mit je circa 100 Zimmern: Oberstdorf, Neuschwanstein, Berchtesgaden, Garmisch, Montafon, , Zillertal, Hinterstoder, Ötztal, Bad Kleinkirchheim und Stubaital. Das 12. Explorer Hotel eröffnet im November 2026 in Bayrischzell.

Das trendige Basislager für sportliche Alpen-Entdecker

Kern der Marke ist die leitende Idee der „trendigen Basislager für sportliche Alpen-Entdecker“. Dieser Grundgedanke ist externes Versprechen und interner Leitungsauftrag zugleich. Die Hotels verstehen sich nicht als klassische Beherbergungsbetriebe, sondern als funktionale Ausgangspunkte für aktive Bergerlebnisse. Entsprechend werden klassische Hotelleistungen bewusst auf ein Minimum reduziert und konsequent auf die Bedürfnisse aktiver Gäste ausgerichtet. Statt umfangreicher Wellness- oder Luxusangebote stehen ein reichhaltiges, energiegeladenes Frühstück, durchdachte Infrastruktur wie Sportlocker, Werkbänke für Bikes und Ski sowie Insider-Tipps zu Touren im Mittelpunkt. Die Explorer Hotels sind Orte des Ankommens und des Aufbruchs für Menschen, die eine unbändige Neugier und Begeisterung für den Bergsport verbindet. Sämtliche strategischen Entscheidungen – von der Standortwahl über das Leistungsangebot bis zur Gestaltung der Kontaktpunkte – werden konsequent an diesem Profil ausgerichtet.

Die Rolle der Marke als Führungsinstrument im Employer Branding

Besonders deutlich wird die Rolle der Marke als Führungsinstrument im Employer Branding. Bei den Explorer Hotels sind Mitarbeitende „Explorer-Buddies“, die den Gästen auf Augenhöhe begegnen und ihre Leidenschaft für den Bergsport teilen. Die Markenwerte – der sogenannte „Explorer Spirit“ – prägen das tägliche Miteinander im Team. Werte wie Vertrauen und Eigenverantwortung, Offenheit und echte Freude am Umgang mit Menschen werden nicht nur formuliert, sondern konsequent gelebt. Diese ungekünstelte Wertekultur macht die Explorer Hotels für passende Talente attraktiv und sorgt gleichzeitig für eine hohe Identifikation und langfristige Bindung.

Ebenso gibt die Marke klare Leitplanken für zentrale Zukunftsthemen vor – allen voran den Umgang mit Nachhaltigkeit. Bei den Explorer Hotels ist Nachhaltigkeit kein Randthema, sondern tiefe Überzeugung. Wer sich als Basislager für Alpen-Entdecker versteht, übernimmt Verantwortung für genau diesen Naturraum.

Entsprechend wird Nachhaltigkeit nicht als Pflichtprogramm verstanden, sondern als gelebte Haltung, die Entscheidungen auf allen Ebenen prägt.

Diese Haltung zeigt sich zunächst in der konsequenten baulichen und technischen Umsetzung: Die Hotels werden in 100 % Passivbauweise errichtet, nutzen Ökostrom sowie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen und optimieren ihren Energie- und Wasserverbrauch durch effiziente Systeme. Entscheidend ist jedoch, dass die Marke auch dort Orientierung gibt, wo es unbequem wird. So wurden beispielsweise Tetrapack-Säfte konsequent aus allen Häusern verbannt. Und selbst der in der Branche nahezu selbstverständliche Orangensaft wurde gestrichen – schlicht, weil er nicht regional ist.

Diesen Anspruch machen die Explorer Hotels auch messbar. Übergeordnetes Ziel ist die konsequente Verringerung des CO₂-Fußabdrucks. Dementsprechend zahlen sämtliche Maßnahmen und Entscheidungen systematisch auf dieses Ziel ein. Grundlage dafür ist eine transparente und ganzheitliche Emissionsbilanzierung nach dem etablierten Scope-Modell, bei der alle drei Scopes berücksichtigt werden. Damit gehen die Explorer Hotels deutlich über branchenübliche Standards hinaus und nehmen eine Vorreiterrolle in der Hotellerie ein. Kennzahlen wie der Anteil der Gäste und Mitarbeitenden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, machen Fortschritte konkret sichtbar und steuerbar. Auch bei der Auswahl von Partnern bleibt man konsequent und setzt auf regionale sowie ökologisch zertifizierte Lieferanten, um Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren und gleichzeitig lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken.

So entsteht für die Gäste ein Urlaub mit einem doppelt guten Gefühl: ein intensives Naturerlebnis – und gleichzeitig das Bewusstsein, mit dem eigenen Aufenthalt einen positiven Beitrag zu leisten.

Zusammenfassend zeigen die Explorer Hotels, wie Marke weit über Kommunikation hinauswirkt: als klarer Orientierungsrahmen, als kulturelles Fundament und als Maßstab für konsequente Entscheidungen im Alltag. Indem der Markenkern in allen Bereichen erlebbar wird, entsteht eine hohe Glaubwürdigkeit nach innen wie außen. Genau darin liegt die Stärke moderner Markenführung – nicht als dekoratives Element, sondern als wirksames Führungsinstrument für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Fragen & Antworten

3 Fragen an Katja Leveringhaus & Jürnjakob Reisigl – Die Gründer der Explorer Hotels

Was bedeutet für Sie, die Marke als „roter Faden“ bei der Entwicklung der Explorer Hotels?

„Marke ist der Schlüssel zum Gast. Man kann nicht keine Marke sein – ohne Marke haben wir keine Daseinsberechtigung. Die Kunst ist es, als Marke dem Gast ein Versprechen zu geben und seine Bedürfnisse zu erfüllen.“

Wie haben die Explorer Hotels die traditionelle Hotellerie im Alpenraum revolutioniert?

„Wir haben Hotellerie anders gedacht als das klassische Alpenhotel in den Jahren 2007/8, und haben uns kompromisslos an den Bedürfnissen unserer Zielgruppe orientiert. Unser Ansatz war effizienter, schneller, unkomplizierter, digitaler und trotzdem gastorientiert und zielgerichtet.“

Wie zahlt sich diese konsequente Markenführung
wirtschaftlich aus?

„Unser wirtschaftlicher Erfolg basiert auf einem klar fokussierten und effizienten, kundenorientierten Markenmodell, das schlanke Strukturen, effizient organisierte Prozesse – immer mit Markenwerten aufgeladen – kombiniert. Diese Konsequenz gibt auch unserem Team Klarheit und Orientierung, sie steigert die Effizienz und reduziert unnötige Reibung. Jeder und alles orientiert sich an der Marke – das erleichtert vieles, sowohl auf operativer als auch auf strategischer Ebene. Die konsequente Markenführung war und ist Voraussetzung für unser Wachstum.“

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